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Unterabschnittsübung 2017

29.10.2017

Jedes Jahr findet im Herbst im Unterabschnitt 6, bestehend aus den Feuerwehren der Gemeinden Alland, Klausen- Leopoldsdorf und Heiligenkreuz, eine gemeinsame Großübung statt. Heuer organisierte die Feuerwehr Alland in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz diese Übung.

Die Ausgangslage für die Übung waren drei Verkehrsunfälle mit verletzten, vermissten und eingeklemmten Personen im Ortsteil Glashütten. Je zwei Feuerwehren wurden auf die Schadenslagen entsendet um die gestellten Aufgaben abzuarbeiten.

An unterschiedlichen Stellen wurden drei Szenarien aufgebaut:

Bei der Station "Forstunfall" war es zu einem fiktiven Verkehrsunfall mit einem PKW, einem Traktor mit Forstanhänger und einem LKW gekommen. In allen Fahrzeugen waren Personen mit Verletzungen, im PKW waren zwei Personen  und eine Übungspuppe unter Holzstämmen eingeklemmt. Die Feuerwehren Klausen-Leopoldsdorf und Siegenfeld hatten hier die Aufgabe, die Personenrettung aus den Fahrzeugen und die Rettung der Puppe durchzuführen. Nach der Sicherung der Baumstämme wurde diese mittels Hebekissen angehoben und die Puppe konnte befreit werden. Gleichzeitig konnten die Lenker des LKW und des Traktor gerettet und versorgt werden. Die Rettung der eingeklemmten Personen aus dem PKW erfolgte durch den Einsatz des hydraulischen Rettungsgerätes.

Bei der Station "Bachfurt" war ein Fahrzeug auf einer Geländekante im Bach hängen geblieben und verletzte Personen waren zwischen dem Fahrzeug und dem Bachufer eingeschlossen.
Die Feuerwehren Maria Raisenmarkt und Hochstrass führten hier, gemeinsam mit dem Rettungsdienst, die Personenrettung und Betreuung durch. Gleichzeitg musste das Fahrzeug gegen weiteres Abrutschen gesichert werden. Während den Rettungsarbeiten stellte sich heraus, dass ein weiterer Verletzter bewusstlos auf einem nahegelegenden Hochstand liegt. Nach kurzer Suche konnte dieser gefunden werden. Die Rettung des Verletzten aus dieser exponierten Lage wurde mit einer Korbschleiftrage und einem Seil durchgeführt. Schaulustige, gespielt von Kindern der Rot-Kreuz-Jugend, erschwerten hier die Arbeit der eingesetzen Kräfte.

Die Feuerwehren Groisbach und Heiligenkreuz mussten das Szenario "PKW in Bach" abarbeiten. Auch hier wurde ein Verkehrsunfall angenommen, jedoch mit zwei Fahrzeugen, in denen Verletzte eingeklemmt waren. Ein Fahrzeug hing von einer Geländekante in den Bach, das zweite stand auf dem ersten und war zusätzlich durch einen Baum blockiert.
Gleich zu Beginn wurden die Fahrzeuge gesichert und der Baum entfernt. Gleichzeitig fingen die Feuerwehr- und Rettungskräfte mit der Betruung der eingeschlossenen Personen an. Nach und nach konnten die Fahrzeuge mittels hydraulischem Rettungsgerät geöffnet und die Verletzten befreit werden. Auch hier stellte sich während den Rettungsarbeiten heraus, dass mehrere Beteiligte vermisst wurden. In den angrenzenden Waldstücken konnten diese rasch aufgefunden werden. Bei dieser Station wurden die Befreiungsarbeiten durch das Wechselladefahrzeug der Feuerwehr Alland mit dem Ladekran unterstützt.

Nach ca. 90 Minuten konnten die Szeanrien abgeschlossen und alle verletzten, vermissten und eingeklemmten Personen versorgt werden. Im Anschluss fand im Feuerwehrhaus Alland die Nachbesprechung, die Ansprachen der Bürgermeister und der Feuerwehrfunktionäre, allen voran Abschnittskommandant Brandrat Scheder, sowie das gemeinsame Essen statt.

An dieser Übung nahmen ca. 100 Personen teil.

Ein besonderer Dank gilt der Marktgemeinde Alland und Herrn Josef Winzer für die Zurverfügungstellung der Fahrzeuge, dem Roten Kreuz und ihrer Jugend für die realistische Notfall- und Opferdarstellung, der Firma KFZ Friede für die Übungsfahrzeuge und der ASFINAG für die Verformung der PKW's.

Fotos: © Stefan Schneider Presseteam BFK Baden, Karolin Nagl, Alexandra Jost

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